China 2002 - Stadt-Streunerei in Peking
28. Oktober 2002

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Ein wunderbares Frühstück erwartet uns: Leckere Wantans, Toast mit Spiegelei, Obst und leckerer grüner Tee.

Auf dem Besichtigungsprogramm stehen "Himmelstempel", "Verbotene Stadt" und der "Platz des himmlischen Friedens". Dort war ich schon im vergangenen Jahr. Also fahre ich nur mit den anderen Teilnehmern mit dem Linienbus bis zum Himmelstempel, unternehme dann mit Ellen und Herbert einen Erkundungsspaziergang in älteren Vierteln der Stadt. Wir laufen zunächst am Fluss oder Kanal entlang der Yongneidongjie, wo uns nette Alltagsszenen begegnen wie Friseure im Freien oder ein schlafender Fahrradwächter. Eine schöne Atmosphäre, um in einem fremden Land anzukommen. Wir schlendern lange durch den Taoranting-Park - ohne Eintritt, welch Wunder -. Trotz der Winterkälte halten sich etliche Chinesen dort auf, sind mit Plaudern, Spielen, Taichi oder Geschicklichkeitsspielen beschäftigt, im Park scheint auch eine Schauspielschule zu sein. Vollkommen planmäßig finden wir die Dazhalan, die ich so gern einmal erkunden wollte. Die Dazhalan ist eine der ältesten Einkaufsstraßen in Peking, eine wunderbar lebendige Straße mit kleinen Läden und Ständen und vor allem mit dem ältesten Teeladen Pekings, in dem ich vergangenes Jahr noch schnell eingekauft hatte. Irgendwo entdecken wir eine Markthalle mit geschäftigem Treiben. Ein wenig sitzen und etwas trinken wäre nicht schlecht, also landen wir in einem kleinen Restaurant, doch es gelingt uns nicht ganz, dem Inhaber mitzuteilen, dass wir nur etwas trinken möchten. Schließlich ist es Mittag, somit verständlich, dass wir aus seiner Sicht etwas essen müssen. Schnell stehen zwei Teller mit leckeren Auberginen und chinesischem Spinat auf dem Tisch und natürlich Jsingtao-Bier.

Am Ende der Dazhalan kommen wir am Platz des himmlischen Friedens an, Herbert erinnert sich an ein gutes CafĂ©. Ein kleines Päuschen, dann geht es weiter. Mein Plan sah vor, durch den Beihai-Park zu laufen, dann kämen wir schließlich am Ausgang der Verbotenen Stadt an, wo wir die übrige Gruppe treffen und noch auf den Kohlenhügel steigen wollten. Das geht gründlich schief, da ich keinen Eingang von der Südseite in den Beihai-Park fand. Wir laufen ganz um den Park herum und landen erschöpft vor dem vermeintlichen Ausgang der verbotenen Stadt. Niemand von uns schaut genau hin. Irgendwann fällt mein Blick durch den Eingang: Natürlich stehen wir vor dem Eingang zum Beihai-Park und müssen noch ein wenig laufen. Peinlich, ich war mir so sicher, richtig zu sein. Natürlich ist die Gruppe schon weg. Herbert fährt mit dem Taxi ins Hotel, Ellen und ich laufen und finden tatsächlich auf Umwegen auch dort hin. In den kleinen Gassen ist es manchmal gar nicht so einfach, sich zurechtzufinden.

Nach einem tollen Abendessen in einem kleinen Restaurant nahe dem Hotel unternehmen wir noch einen Ausflug mit dem Linienbus in das moderne Einkaufsviertel, besuchen ein Kaufhaus, in dessen Untergeschoss chinesische Straßen nachgebaut sind. Danach stehen wir etwas ratlos in der Kälte herum. Schließlich fahre ich mit Bert und Norbert in die uns bekannte Bar. Wir entdecken dort noch einen anderen Raum mit ein wenig alternativer Atmosphäre. An den Wänden hängen erstaunlicherweise tibetanische Fotos. Es läuft mongolische Musik. Irgendwann trudelt der Rest der Gruppe ein. Mit guten Gesprächen und ein paar Schoppen Wein endet dieser Tag. Ein schöner Tag, ein intensiver Tag.

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